Airport Nürnberg

Dann kam es dass ich auch mal wieder ein wenig Zeit in der Heimat verbringen wollte. Ein wenig Abwechslung dazu - und daraus ergab sich ein doch nicht ganz uninteressanter Exkurs in eine etwas andere Transportdimension ...

Arbeitsmaterial:

Hier passiert also folgendes:

Dem Grunde nach ist die Geschichte dem Gütertransport nicht unähnlich, Auftrag - einpacken - irgendwohin fahren - auspacken - nächster Auftrag. Fahrzeug und Ladung sehen ein wenig anders aus, die Fahrstrecke ist extrem kurz und auch optisch etwas gewöhnungsbedürftig ... insbesondere der etwas seltsam anmutende Gegenverkehr in Form von Flugzeugen ;-)
Im Detail geht das ganze so vor sich: Den Auftrag bekomme ich per Funk, hier heisst es dann entweder Passagiere vom Termial zum Flugzeug bringen oder eben umgekehrt. Laderei ist meist sehr unkompliziert, die läuft von selber ins Fahrzeug und wenn doch mal einer nicht da steht wo ich ihn gern hätte brauchts keinen Kraftakt um den zu bewegen ... ein freundlicher Hinweis reicht normalerweise. Am Ziel angekommen entlädt sich das ganze auch wieder von alleine, Freimeldung per Funk und warten auf die nächste Order.

Erwähnenswert an dieser Stelle: Verkehrsregeln.
Erst mal - grundsätzlich - gilt natürlich auch am Flughafen die StVO, also ganz normale Vorfahrtsregeln wie "Hauptstrassen" und rechts vor links, Geschwindigkeitsbegrenzung, Beschilderung. Da es aber zumindest am Nürnberger Flughafen nur eine Strasse gibt (die auch schön auffällig auf den Boden gepinselt ist und einmal quer über das Gelände führt), sich aber die Masse der diversen Fortbewegungsmittel irgendwo daneben auf dem Vorfeld tummelt ist es in der Praxis nicht immer so leicht das umzusetzen.
Rechts vor links heisst also dann mal bei 360° alles was von der entsprechenden Seite ankommt.
Und um das ganze nun noch ein wenig anspruchsvoller zu gestalten hats da ja auch noch verschiedenes an flugfähigen Konstruktionen. Die haben immer Vorrang, egal ob von rechts, links - oder oben.

Und wie auch überall sonst gibt es auch hier rings um den Arbeitsalltag einiges zu erleben. Neugier ist was feines und meine sehr ausgeprägt - und so wird natürlich jede Gelegenheit genutzt meinen Horizont ein wenig zu erweitern.
Ein netter Pilot, eine kleine Bitte - und ich fand mich im Cockpit eines Airbus A320 wieder ;-)

Was dann allerdings so richtig Aufsehen erregt und den Flughafen in eine kleine Attraktion verwandelt sind die eher ungewöhnlichen Fluggeräte. Neben diversen ausserzivilflugplanlichen Angelegenheiten wie Militärsachen oder Privatflüge, die der Öffentlichkeit meist mehr oder weniger verborgen bleiben, finden auch offizielle Besonderheiten statt.

Zum Beispiel der regelmässige Besuch der Ju 52. Hier kann auch jeder ganz normal mit Ticket mitfliegen.
In der Luft war ich damit nicht, aber es ergab sich gleich mehrmals die Gelegenheit das Ding genauer zu inspizieren.


Infos zur Ju 52 gibts hier
Termine und Tickets gibts hier